Montag, 17. September 2012

Unsere Azubis berichten...


Liebe Leser,

nun bin ich schon seit August 2011 Auszubildende in unserem Hotel Zarenhof. Ich wurde von meinen Mitarbeitern recht herzlich aufgenommen und fühle mich dort immer noch sehr wohl.
In dieser Zeit hat sich viel verändert, nicht nur weil viele neue Kollegen und Kolleginnen dazugekommen sind...
Das Hotel wird immer bekannter und beliebter, es besitzt inzwischen (nach der Bewertung von DEHOGA) 4 Sterne. Außerdem hat unser Restaurant „Ermitage“ eröffnet, welches bei vielen Gästen punktet und einen guten Eindruck hinterlassen hat.
In nächster Zeit eröffnet auch das dritte Zarenhof Hotel in Berlins bekanntem Bezirk „Friedrichshain“.
Man kann sagen, dass ich in der „Blütezeit des Hotels“ meine Ausbildung mache und das macht die ganze Sache noch spannender!



Um eine dreijährige Ausbildung zum Hotelfachmann oder zur Hotelfachfrau durchführen zu können muss man folgende Ausbildungsvoraussetzungen erfüllen:


Man sollte mindestens einen Hauptschulabschluss erworben haben, besser ist natürlich mittlere Reife oder Abitur. Kommunikationsfähigkeiten, Fremdsprachenkenntnisse und ein gepflegtes Äußeres sind natürlich ein Muss. Außerdem sollte man sich gute Umgangsformen aneignen und eine gewisse Teamfähigkeit besitzen.
Die Ausbildung ist dual, das heißt, dass man nicht nur im Betrieb arbeitet, sondern auch eine Woche im Monat zur Berufsschule geht und dort theoretische Sachen bezüglich der Ausbildung dazulernt.
Man kann die Lehre bei guten Leistungen sogar um ein halbes Jahr verkürzen
Der Ablauf der Ausbildung ist folgendermaßen:

Als erstes müsste man sich natürlich bewerben!

Bewerbungen werden grundsätzlich gründlich gelesen, und alle, die im Zarenhof ihre Ausbildung machen wollen bekommen auch ihre Chance sich zu beweisen.
Man wird zu einem Praktikum eingeladen, bei dem man zeigen kann, was man entweder schon kann, oder wie sehr man bereit ist, dazu zu lernen. Man wird aber während dieses Praktikums keinesfalls geschont. Man schnuppert in alle Bereiche des Hotels (Restaurant, Housekeeping und Rezeption). Tätigkeiten wie Zimmerreinigung und Gläser polieren sind natürlich auch angesagt aber man darf sich davon nicht entmutigen, man sollte auf jeden Fall auch ein Auge für die spannenden und vielseitigen Seiten der Ausbildung offen halten.
Obwohl das meiste Routinearbeit ist, erlebe ich selbst jeden Tag etwas Anderes, denn jeden Tag beehren uns unterschiedliche Gäste aus allen denkbaren Ländern. Man lernt auch ständig etwas Neues dazu.

Geht die Ausbildung dann los, beginnen die kritischen 4 Monate der Probezeit. Jetzt ist wirklich Engagement angesagt, kein Jammern. Beobachten, was die "älteren" Azubis leisten und opfern, ist auf jeden Fall sehr wichtig für den Anfang und hat mir selbst auch sehr oft weitergeholfen. Das sollte man auch mit dem eigenen Engagement vergleichen und dann seine Motivation gestalten.

Wenn die 4 Monate Probezeit überstanden sind, kann man auf jeden Fall stolz auf sich sein.
Wie beim Praktikum geht man auch nun die verschiedenen Bereiche des Hotels durch, jedoch vertieft man das Wissen über die einzelnen Abteilungen viel mehr.

Im ersten Ausbildungsjahr liegt der Schwerpunkt beim Housekeeping und im Service. Man lernt wie man mit Gästen umgeht, sie berät und betreut. Man richtet die Gasträume her und kontrolliert diese. Außerdem lernt man das Servieren von Speisen und Getränken.

Im zweiten Ausbildungsjahr lernt man hauptsächlich an der Rezeption. Zum Beispiel wie man Gäste empfängt, sie im Hotel ein- und auscheckt. Wie man mit Buchungen umgeht beziehungsweise wie man Angebote erstellt. Man lernt Veranstaltungen zu planen, sie zu organisieren und durchzuführen.

Im dritten Jahr beschäftigt man sich mit dem Verkauf und Buchhaltung des Hotels. Man lernt wie man selbstständiger wird, wie man die Hotelkasse führt, wie man Marketingmaßnahmen entwickelt sie dann durchführt und kontrolliert.

Dieser Beruf ist für mich wie erweiterte Psychologie. Man lernt im Laufe der Zeit, Charaktere innerhalb kürzester Zeit einzuschätzen und dementsprechend zu handeln. Man lernt es mit den verschiedensten Menschen zurechtzukommen.

Nicht ist schöner als ein Gast der niedergeschlagen das Restaurant betritt und es gut gelaunt und zufrieden wieder verlässt oder einem bei der Abreise für den Aufenthalt dankt!

Wenn man sich das zur Philosophie macht, dann macht auch der Beruf einen glücklich!
 
Dasha Fofanova, Azubi 2. Lehrjahr




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